Wirtschaftsingenieur
Zwei in einem – Schnittstelle Wirtschaftsingenieur
Angehende Wirtschaftsingenieure lernen doppelt: Sie konzentrieren sich gleichzeitig auf technische wie auf wirtschaftliche Inhalte. Sie sind die Schnittstellen in Unternehmen, wo sowohl ihr wirtschaftliches als auch ihr technisches Know-how gefragt ist.
Die Kerngebiete des Studiengangs Wirtschaftsingenieurswesen sind Mathematik, Physik und Chemie, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre und auch Rechtswissenschaften. Zusätzlich müssen Integrationsfächer wie Informationstechnologie oder Statistik belegt werden sowie natürlich Ingenieurswissenschaften.
Im Hauptstudium findet oft innerhalb eines Faches noch einmal eine Spezialisierung statt wie beispielsweise Marketing oder Logistik. Im Ingenieursbereich wählt der Student einen Schwerpunkt aus, etwa Maschinenbau oder Technische Chemie.
Vor mehr als 80 Jahren wurde dieser Studiengang erstmals angeboten, damals – 1927 führte die Technische Hochschule Berlin-Charlottenburg den Studiengang „Wirtschaft und Technik“ ein. Heute ist dieser Studiengang nicht mehr wegzudenken. Zwar heißt er jetzt Wirtschaftsingenieurswesen, aber dieses interdisziplinäre Studium bietet auch heute viele Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Anzahl der Wirtschaftsingenieure hat sich in 20 Jahren verdoppelt
28 Universitäten, 80 Fachhochschulen und zehn Berufsakademien in Deutschland bieten derzeit den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen an. In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl der Angebote verdoppelt.
Interessant sind auch Studiengänge mit einem integrierten Auslandsaufenthalt. Neben den klassischen Fremdsprachenkenntnissen, setzten viele Unternehmen heutzutage auch Auslandserfahrungen voraus. Dafür sind internationale Studiengänge optimal.
Ohne viel Zeit zu verlieren gehen die angehenden Wirtschaftsingenieure organisiert ins Ausland, teilweise auch für das komplette Studium. Europaweit gibt es Studiengänge wie „Industrial Engineering", die allerdings eher zum Spezialisten, nicht wie in Deutschland zum Generalisten, ausbilden.
Wo genau arbeiten Wirtschaftsingenieure
Die Berufschancen für Wirtschaftsingenieure stehen gut. Sie werden an Schnittstellen in Unternehmen eingesetzt, an denen sie ihr wirtschaftliches und technisches Wissen anwenden können. Innerhalb eines Unternehmens sind die Tätigkeitsfelder sehr vielfältig: Marketing, Materialwirtschaft, Logistik, Produktion, Controlling, Rechnungswesen, Qualitätsüberwachung, Softwareproduktion, Forschung und Entwicklung - die Liste der Einsatzbereiche ließe sich fortsetzen. Letztlich kommt es darauf an, welche Schwerpunkte im Studium gewählt wurden.

