Jobben – Wie finde ich einen Job?

Eine weitere Möglichkeit der Studienfinanzierung ist das Jobben. Generell gilt, dass es vielseitige Studentenjobs in allen Varianten gibt. Neben dem Zeitaufwand des Studiums sollten Studenten die jobben, wenn sie BAföG empfangen, die Verdiensthöchstgrenze beachten.

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Wer jobben möchte und auf der Suche nach einer Studententätigkeit ist, hat vielfältige Recherchemöglichkeiten. Einerseits können Jobsuchende den Anzeigenteil in Zeitungen, Zeitschriften und anderen Magazinen auf geeignete Angebote hin überprüfen. Andererseits gilt: wer gerne jobben möchte, sollte neben dem Printmedium auch die Internetrecherche mit einbeziehen. So bieten viele Universitäten auf ihren Homepages Links zu Jobseiten an. Darüber hinaus bestehen Portale mit „Schwarzen Brettern“, die freie Stellen zm Jobben offerieren. Hat man als Student aufgrund seines Studiengangs oder anderen Vorkenntnissen bestimmte Vorstellungen was das Jobben angeht, kann man auch direkt an ein Unternehmen herantreten oder in speziellen Magazinen und Zeitungen gezielt suchen (Managermagazin, Wirtschaftsteil von Zeitungen etc.).


Jobben und BAföG- geht das zusammen?

In einigen Fällen reicht das Geld trotz fleißigem Jobbens nicht aus. Wird obwohl eigene Einnahmen durch das Jobben erfolgen, wird zusätzlich Geld benötigt, gibt es die Möglichkeit BAföG zu beziehen. Ein wichtiger Aspekt, den Studierende die jobben beachten sollten ist, dass bei BAföG-Bezug eine Verdiensthöchstgrenze besteht. Diese beträgt für den Bewilligungszeitraum von zwölf Monaten 4.800 Euro, somit ergibt sich pro Monat ein Limit von 400 Euro Brutto-Verdienst, das beim Jobben nicht überschritten werden darf. Diese Regelung schließt die Vergütung von Pflichtpraktika während des Studiums aus.

Der Höchstbetrag der neben dem Einkommen durch das Jobben gezahlt wird, kann nach oben variieren, wenn der Auszubildende verheiratet ist und/oder Kinder hat. Dies ist auch der Fall, wenn Studiengebühren zu zahlen sind. Darüber hinaus werden Freibeträge bewilligt. Diese betragen etwa 255 Euro im Monat. Wer an privaten Einrichtungen Studiengebühren bezahlt, kann darüber hinaus auf Antrag einen bis zu 205 Euro erhöhten monatlichen Härtefreibetrag erhalten. Der "normale" Semesterbeitrag und die Verwaltungsgebühren an staatlichen Hochschulen sind gemäß dieser Regelung jedoch keine Studiengebühren. Wenn der Auszubildende Kinder hat, so erhöht sich der Freibetrag für jedes Kind, das bei dem Studenten lebt, um 470 Euro im Monat. Etwaige Unterhaltsleistungen des anderen Elternteils werden vom Freibetrag abgezogen. Ist der Hochschüler verheiratet kommt ein weiterer Freibetrag in Höhe von 520 Euro hinzu. Hat der Ehepartner ein Einkommen, wird dieses vom Freibetrag abgezogen. In jedem Fall muss geprüft werden, ob durch das Jobben die Grenze um Zuschüsse zu erhalten nicht überschritten wurde.

Selbstständigkeit während des Studiums

Ob als Grafiker, Ebay-Händler oder Übersetzer - als Student ist auch eine selbstständige Tätigkeit möglich. Die Vorteile beim selbsttständigen Jobben neben dem Studium liegen vor allem bei der größeren Flexibilität. Außerdem kann so schon während des Studiums eine Geschäftsidee ausprobiert und unternehmerische Erfahrungen gesammelt werden.

Wer ein Gewerbe betreiben möchte, benötigt einen Gewerbeschein. Um als Jungunternehmer durchzustarten, heißt es also als erstes: Gewerbe anmelden. Für die meisten Studenten, die zur Studienfinanzierung jobben, dürfte ein Kleingewerbe (bis zu einem Jahresumsatz von 17.500 Euro) ausreichend sein. Ein Kleingewerbe hat den Vorteil, dass weniger Buchführungsaufwand betrieben werden muss.

Für die Ausübung der sogenannten "Freie Berufe" ist kein Gewerbeschein nötig, dazu gehören künstlerische und publizistische Jobs, freie wissenschaftliche Arbeit sowie bestimmte lehrende und beratene Tätigkeiten. Vor allem in den Medienberufen ist jedoch die Abgrenzung nicht immer deutlich. Ob der Job als Freiberufler ausgeübt werden darf oder ein Gewerbe angemeldet werden muss, entscheidet im Zweifel der Sachbearbeiter.

Promotion - der flexible Nebenjob

Wer noch auf der Suche nach einem geeigneten studentischen Nebenjob ist, der findet womöglich als Promoter den perfekten Studentenjob: Denn Promoter treffen interessante Menschen, übernehmen vielfältige Tätigkeiten und bleiben zeitlich variabel. Dein Geld verdienst Du als Promoter praktisch nebenbei mit Deinem gewinnenden Auftritt. Besonders spannend für Studenten: Promoter arbeiten überwiegend selbstständig auf Gewerbeschein - entsprechend variabel können sie die Auftragslage und den damit verbundenen zeitlichen Einsatz gestalten. Wenn man im aktiven Semester keine Zeit hat, aber in den Ferien reichlich Power zum Jobben? Kein Problem! Promotion geht fast immer und nahezu überall: Ob tagsüber im Einzelhandel oder am Wochenende im angesagtesten Club der Stadt. Bei diesem Nebenjob bestimmst Du Deine Einsatzzeiten selbst - ganz so, wie Dein Semesterplan es zulässt.

Auch die Themenwahl lässt kaum Wünsche offen: Interessierst Du Dich für Autos, Multimedia oder doch eher für Mode? Willst Du für große Autokonzerne Testkäufe durchführen, im Einzelhandel Hightech vertreiben oder lieber Teil einer groß angelegten Club-Tour sein? Alles ist möglich. Positiver Nebeneffekt: Ganz nebenbei findest Du heraus, ob Dir bestimmte Arbeitsumfelder liegen - und knüpfst spannende Kontakte, die sich für den Berufseinstieg nach dem Studium noch als wertvoll erweisen können. So verlockend das alles klingt: Promotion ist nichts für menschenscheue Eigenbrötler. Ein extrovertiertes und charmantes Auftreten sollten Dich genauso auszeichnen wie ein gesundes Maß an Selbstsicherheit und ein gewinnendes Lächeln. Selbst im Umgang mit herausfordernden Kunden sollte bei Dir der Servicegedanke im Vordergrund stehen.

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