Persönliche Berufs- und Studienwahl
Studienwahl - Was passt zu mir?
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Aber interessierte angehende Studenten brauchen bei der Berufs- und Studienwahl nicht blind im Trüben zu fischen. Schließlich gibt es Anhaltspunkte, die helfen können.
Insgesamt 8800 grundständige Studienmöglichkeiten und 4288 weiterführende verzeichnete die Hochschulrektorenkonferenz im Juli 2008. Wie soll man sich da nur entscheiden? Sicher, die Studienwahl beeinflusst die spätere Berufsrichtung und die -chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Aber erst einmal gilt: Panik hat noch niemandem geholfen und, so viele negative Folgen eine schlechte Studienwahl auch mit sich bringen mag: Sie lässt sich zur Not immer noch verändern. Auch wenn alle anderen bei ihrer Studienwahl schon wissen, dass sie Arzt, Geschäftsführer oder Journalist werden wollen – irgendwer muss ja auch die Felder besetzen, die (noch) keiner kennt.
Studienwahl Philosophie: studieren und reich werden
Die Studienwahl ist nicht gleichzusetzen mit der Berufswahl, aber sie stellt wichtige Weichen. Wer beispielsweise Philosophie studiert, sollte sich überlegen, dass die materielle Absicherung und die Berufsaussichten dabei so eine Sache sind. Das heißt nicht, dass man mit Philosophie keine Berufsaussichten oder Verdienstmöglichkeiten hätte, nur dass sie weniger nahe liegend sind, als bei einer anderen Studienwahl und man mit einer gewissen Unsicherheit leben muss.
Natürlich kann man sich das Philosophie-Studium bewusst zur Selbst- oder Interessenentfaltung gönnen. Die einen finanzieren eine solche Studienwahl durch einen Job, die anderen mithilfe der Eltern. Man sollte sich bei seiner Studienwahl nur vorher die materiellen und (längerfristigen) sozialen Konsequenzen bewusst machen, damit später keine Reue aufkommt.
Viele Wege führen zur richtigen Studienwahl
Daneben gibt es bei der Studienwahl Möglichkeiten, seinen Interessen durch die Wahl eines eher abstrakten Studiums nachzugehen und zugleich die materielle Zukunft im Auge zu behalten: Entweder ich sammele nebenher berufsrelevante Erfahrungen (Praktika) und Qualifikationen (beispielsweise über ein zweites Studienfach). Oder ich strebe den Weg in die Forschung an, der allerdings häufig steinig ist.
Jedes Leben und jeder Mensch sind unterschiedlich. Es gibt also nicht eine „richtige“ oder „falsche“ Studien- und Berufswahl. Nur eine bedachte und eine weniger bedachte. Das, worauf ich vorbereitet bin, kann mich nicht kalt von hinten erwischen.
